Eine Plattform für Angebote zur Demokratiearbeit

Was mir an diesem Projekt besonders in Erinnerung geblieben ist, ist die außergewöhnlich gute Zusammenarbeit. Mit Artikel 1 e. V. in Berlin hatten wir einen Partner, der inhaltlich sehr klar war, schnell entscheiden konnte und gleichzeitig offen genug blieb, um ein digitales Produkt wirklich gemeinsam zu entwickeln. Das hat dem Projekt von Anfang an Tempo gegeben.

Ebenso stark war die Zusammenarbeit mit dem Entwicklungsteam von Blackbox Innovation: Krystof Beuermann als Lead Software Architect & Developer und Pia Bönnemann als Product Designer & Service Designer. Die Schreibweise von Krystof habe ich auf der Website geprüft. Wir konnten Konzeption, Produktlogik, UX und technische Umsetzung sehr eng miteinander verzahnen und Entscheidungen unmittelbar in konkrete nächste Schritte übersetzen.

Meine Rolle lag zwischen Konzeption, klassischer Product-Ownership-Arbeit und Projektsteuerung. Ich habe Anforderungen strukturiert, Features und Nutzerwege mitentwickelt, Entscheidungen vorbereitet, den Fortschritt gesteuert und gleichzeitig dafür gesorgt, dass das Projekt auch formal jederzeit sauber anschlussfähig blieb.

Das war besonders wichtig, weil auf Auftraggeberseite ein Bundesministerium stand. Damit kamen zusätzliche Anforderungen an Dokumentation, Nachvollziehbarkeit, Abstimmung, Freigaben und Übergaben hinzu. Für mich war interessant zu erleben, dass diese öffentliche Projektlogik keineswegs zwangsläufig langsam sein muss. Im Gegenteil: Weil Rollen, Entscheidungsstände und Arbeitsergebnisse konsequent dokumentiert waren, konnten wir sehr zügig arbeiten und die zusätzlichen Vorgaben praktisch mitführen, ohne dass sie die eigentliche Produktentwicklung ausbremsten.

Inhaltlich entstand eine klassische zweiseitige Veranstaltungsplattform: Anbieter können Angebote zur demokratischen Bildung sichtbar machen, Suchende können passende Veranstaltungen und Formate finden. Technisch ist das zunächst ein vertrautes Plattformprinzip. Inhaltlich bekommt es im Kontext von „Demokratie leben!“ aber ein anderes Gewicht. Es geht darum, Angebote für politische Bildung und demokratisches Engagement auffindbar zu machen und damit Menschen, Initiativen und Organisationen miteinander zu verbinden.

Gerade diese Mischung hat das Projekt für mich besonders gemacht: ein sehr pragmatisch und schnell entwickeltes digitales Produkt, ein professionelles Team, ein anspruchsvoller öffentlicher Auftraggeber und zugleich ein Thema mit gesellschaftlicher Substanz. Dass die Plattform nicht nur fertiggestellt wurde, sondern bis heute erfolgreich betrieben wird, ist für mich der schönste Beleg dafür, dass die gemeinsame Arbeit funktioniert hat.

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