Design, Funktion & Teambuilding

Das werk war für mich vor allem eine Zeit des Aufbruchs. Die Branche wurde digital, die Werkzeuge leistungsfähiger, die Erwartungen größer – und wir wollten nicht einfach folgen, sondern Räume und Arbeitsweisen schaffen, die ihrer Zeit ein Stück voraus waren.

Unser Berliner Standort war deshalb bewusst mehr als ein Produktionsbetrieb. Er sollte sich anfühlen wie eine Mischung aus Atelier, Raumschiff und sehr gutem Hotel: konzentriert, selbstverständlich, hochwertig – und gleichzeitig offen für Kreativität. Hinter dieser leichten, intuitiven Oberfläche arbeitete eine der anspruchsvollsten technischen Infrastrukturen, die man damals in Deutschland finden konnte.

Die Herausforderung bestand darin, beides wirklich zusammenzubringen. Kreative, Regisseur:innen, Agenturen und Produzent:innen sollten sich ebenso selbstverständlich bewegen können wie Artists, Operator und technische Spezialist:innen. Die Räume mussten funktional bis ins Detail geplant sein, ohne technisch auszusehen. Licht, Wege, Materialien, Arbeitsplätze und Kommunikation gehörten deshalb genauso zum Konzept wie die eigentliche Technik.

Vieles entstand in einer Zeit, in der es dafür noch keine fertigen Standards gab. Wir haben ausprobiert, verworfen, neu geplant und immer wieder weitergebaut. Genau darin lag der Reiz: Pioniergeist war kein Etikett, sondern tägliche Arbeit.

Rückblickend war das für mich eine sehr prägende Verbindung aus professioneller Planung, hohem gestalterischem Anspruch und echter Lust auf das Neue. Am Ende sollte niemand die Komplexität sehen müssen – nur spüren, dass hier etwas außergewöhnlich gut durchdacht war.

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Von der Spezifikation zum klickbaren Prototyp: ein methodischer Vorstoß